„Keiner darf zurückbleiben!“

Veröffentlicht am 11.11.2010 in Veranstaltungen

SPD Neckarau-Almenhof diskutiert Bildungsoffensive

„Wir wollen Vorbild für Bildungsgerechtigkeit in ganz Deutschland werden“. Diesen ambitionierten Satz formulierte die Bürgermeisterin für Bildung, Jugend, Gesundheit und Sport Gabriele Warminski-Leitheußer auf dem bildungspolitischen Forum der SPD Neckarau. Und sie präsentierte auch gleich den druckfrischen 1. Mannheimer Bildungsbericht. Darin ist nachzulesen, welche Ziele man anstrebt, aber auch welche Defizite immer noch bestehen. Dass es ein heftiges Gefälle in der Stadt gibt beim Übergang zum Gymnasium: 17 Prozent auf der Hochstätt und 85 Prozent in der Oststadt.

Und dass es 300 Schulabbrecher pro Jahr in Mannheim gibt. Keiner dürfe zurückbleiben, so Warminski-Leitheußer. Defizite müssten frühzeitig erkannt und bekämpft werden. Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten habe die Stadt nicht an der Bildung gespart und dies bleibe auch in Zukunft so. Allerdings fehlt hinten und vorne das Geld. Schon die gesetzlich garantierten Kindergartenplätze verschlingen ein Vermögen. Der enge finanzielle Rahmen setzt dem anspruchsvollen Programm also deutliche Grenzen.

Darüber diskutierten nach dem Impuls-Referat der Bürgermeisterin auf dem Podium die Rektorin der Almenhof-Grundschule Dr. Uta Stahl, der Rektor der Schiller-Werkrealschule Stefan Bolay, der Rektor der Wilhelm-Wundt-Grundschule Peter Deffaa und der Konrektor der Wilhelm-Wundt-Realschule Harald Bernhart. Die Diskussion wurde im vollbesetzten Volkshaus souverän von SPD-Stadträtin und Landtagsabgeordneter Helen Heberer geleitet.

Einig waren sich alle, dass Kinder länger zusammen lernen müssten und die Schule der Zukunft die Ganztagsschule sei. 14 derartige Einrichtungen gibt es in Mannheim, jeweils im nächsten Haushaltsjahr soll eine weitere dazukommen. „Mehr ist nicht drin“, so die Bürgermeisterin. Es gebe eine Warteliste von neun Schulen. Um diese Plätze rangeln auch die Schulen im Mannheimer Süden. Die Schiller-Hauptschule - jetzt Werkrealschule - habe schon 2008 den Antrag gestellt und bisher noch keine Antwort bekommen, so Rektor Bolay. Und auch die Almenhof-Grundschule will in den Genuss kommen. Die Schule sei so renovierungsbedürftig, dass nach Meinung von Rektorin Stahl mit einem Neubau gleich die Voraussetzungen für eine Umwidmung geschaffen werden könnten. Vielleicht komme man über die eigene Baugesellschaft weiter, von der die Stadt die Räume zurückmieten könne, machte Warminski-Leitheußer ein wenig Hoffnung. Die eigentlichen Brennpunkte lägen allerdings im Norden, die Bildungschancen seien in der Stadt ungleich verteilt.

In der lebhaften Diskussion gab SPD-Ortsvereins-Vorsitzender Mathias Kohler zu bedenken, dass Ganztagsschulen wichtige Standvorteile für berufstätige Eltern seien und das träfe speziell auf den Mannheimer Süden zu. „Wir haben es mit einem gesamtgesellschaftlichen Wertewandel zu tun“, so Kohler. Rektor Deffaa wies darauf hin, dass die Ganztagsschulen zum Mittelpunkt und zum Begegnungsort im Stadtteil werden könnten und dass Jugendtreffs und die Vereine in die Planungen einbezogen werden müssten. Die Bürgermeisterin setzte sogar noch eins drauf: im Mannheimer Süden soll, so wünscht sie sich, eine weitere Gesamtschule nach dem Vorbild der erfolgreichen IGMH entstehen - wenn das Geld da ist. Bei all ihren Bemühungen werde die Stadt allerdings vom Land im Stich gelassen. Vielleicht werde sich ja nach den Landtagswahlen im März 2011 und einem Regierungswechsel etwas ändern.

 
 
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