Neckarauer Volkshaus soll bestehen bleiben

Veröffentlicht am 03.10.2017 in Pressemitteilungen

Das Volkshaus in Neckarau

Bürgermeister Lothar Quast antwortet auf Anfrage des Bezirksbeirats

Auf Initiative der SPD wurde die Verwaltung vom Neckarauer Bezirksbeirat gebeten, „unmissverständlich zu erklären, ob das Volkshaus Neckarau als Bürgerhaus auch über den 31. Dezember 2017 hinaus Bestand haben soll.“ Hintergrund der Anfrage war die Antwort der GBG auf den Wunsch der AG Barrierefreiheit nach Bau einer Behinderten-Toilette im Volkshaus, das ansonsten barrierefrei ist.

Im Schreiben der GBG stand, dass man einvernehmlich mit der Stadt Mannheim eine Aufhebung des Mietvertrages für das Volkshaus anstrebe, da „die hohen notwendigen Investitionen, die in das Volkshaus zu tätigen wären, in keinem Verhältnis zu dessen Nutzung stehen“ würden. Der Verein Volkshaus, hatte von diesem Schreiben auf Umwegen erfahren.

http://buergerinfo.mannheim.de/buergerinfo/vo0050.asp?__kvonr=216524&voselect=8180

In Neckarau besteht seit dem Jahr 1929 das Volkshaus, das damals aus Mitteln der Bürgerschaft (Volkschor 1868, ehemals Arbeiter-Sängerbund 1868) mit Anteilsscheinen und Bankkrediten finanziert wurde und heute von einem bürgerschaftlichen Verein geführt wird, der von über 20 Neckarauer Vereine und Parteien getragen wird. Die Vorstandsarbeit, die auch Arbeit im operativen Tagesgeschäft mit einschließt, wird mit großem zeitlichem Einsatz ausschließlich ehrenamtlich gemacht. Die Bezirksbeiräte haben darauf hingewiesen, dass eine Schließung des Volkshauses im Stadtbezirk Neckarau auf größten Widerstand stoßen würde.

In der nunmehr vorliegenden schriftlichen Antwort wird von Bürgermeister Lothar Quast, darauf hingewiesen, dass seitens der Stadt Mannheim „das Anwesen in der Rheingoldstr. 47–49 von der GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH zum Betrieb einer bürgerschaftlichen Einrichtung angemietet und an den Verein Volkshaus Neckarau e.V. untervermietet ist. Die Festlaufzeit der beiden Mietverträge läuft zum 31.12.2017 aus. Von daher wurden seitens der GBG die Mietverträge zu dem genannten Zeitpunkt gekündigt, da nach einer Grobschätzung ein Investitionsbedarf von mind. 600.000 € bezüglich der Ertüchtigung des Brandschutzes besteht. Mittlerweile hat die GBG jedoch zugesichert die Kündigung auszusetzen.“

Der Inhalt des Schreibens der GBG an die AG Barrierefreiheit war allerdings mit der Stadt nicht abgestimmt gewesen. Man stehe „derzeit in ernsthaften Gesprächen mit der GBG um den Fortbestand der für den Stadtteil Neckarau wertvollen Einrichtung über den 31.12.2017 hinaus zu sichern.“ Im ähnlichen Sinn hatte sich auch vor ein paar Wochen auch OB Dr. Peter Kurz in einem Schreiben an den Verein Volkshaus geäußert, dass ihm der weitere Fortbestand des Volkshauses sehr am Herzen liegt.

Stadträtin Marianne Bade sowie die SPD-Bezirksbeiräte Dr. Bernhard Boll, Klaus Hesse und Mathias Kohler hoffen auf ein gutes Ergebnis bei den Verhandlungen der Stadt mit der GBG. „Wir sind sehr daran interessiert, zu erfahren, wie die in der Grobschätzung genannten 600.000,- Euro berechnet worden sind“, betont Mathias Kohler. „Brandschutz muss sein. Aber in diesen Betrag bspw. 100.000,- Euro für eine Behinderten-Toilette einzurechnen, erscheint schwierig. Eine Behinderten-Toilette hat nichts mit der Ertüchtigung des Brandschutzes zu tun.“ Stadträtin Marianne Bade will sich dafür einsetzen, dass die Grobschätzung des Investitionsbedarfs für den Brandschutz transparent gemacht wird.

 
 

Kommentare

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Volkshaus ein Stück Neckarau

Wenn man die Kommentare und Pläne der GBG sieht, dann entsteht der Eindruck, dass hier hochpreisige Wohnungen gebaut werden sollen. In den letzten 65 Jahren, war das Volkshaus der Mittelpunkt vom Neckarauer Vereinsleben -schlechthin der Neckarauer Gesellschaft. Durch die Aufgabe von vielen Gastwirtschaften mit Nebenzimmer, "vegetieren" viele alte Neckarauer Vereine, weil sie kein Vereinslokal haben. Es würde im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Neckauer Vereinslebens gut sein, wenn im Herzen von Neckarau ein "Zentrum der Zusammenkunft" entstehen würde. Natürlich müssten einige Räume umgestaltet werden. Auch müßte die Parksituation im Hinterhof geregelt werden. Werner Bettwieser, Neckarau

Autor: Werner Bettwieser, Datum: 13.10.2017


Volkshaus ein Stück Neckarau

Die Nutzung des Volkshauses soll grundsätzlich geprüft werden. Wichtig wäre, dass auch kleinere Vereine, die sich jetzt in Lokalen "rumdrücken" eine Chance bekommen hier das Vereinsleben zu leben.

Durch die Schließung vieler Gaststätten mit Nebenzimmer, wäre die Nutzung des Volkshauses eine  Sicherung von einigen Vereinen. Natürlich müßten die Räumlichkeitet sinnvoll umngestaltet werden. Auch die Parksituation im Hintergelände, sollte für die Vereine nutzbar werden. Dazu sollten auch die Bezirksbeiräte, die die Situatuion in Neckarau, in ihrer Gesamtheit kennen, dringend miteinbezogen werden. Werner Bettwieser,Neckarau

Autor: Werner Bettwieser, Datum: 13.10.2017


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