SPD NECKARAU LEHNT GROSSPARKPLATZ IN DER FRIEDRICHSTRASSE 13A AB

Veröffentlicht am 26.02.2020 in Pressemitteilungen

Weitere Aufheizung des Stadtklimas soll verhindert werden

Der SPD-Ortsverein Neckarau lehnt eine Parkplatzerweiterung im Hof der Friedrichstraße 13a – es befinden sich bereits 30 Stellplätze dort - um weitere 19 Stellplätze ab. „Wo der Großparkplatz gebaut werden soll, befindet sich derzeit eines der größten unversiegelten Biotope in Alt-Neckarau mit einer vielfältigen Flora und Fauna,“ äußert die Ortsvereinsvorsitzende, Sabine Leber-Hoischen, Unverständnis zu den angedachten Erweiterungsplänen.

Die beiden SPD-Bezirksbeiräte Dr. Ina Grißtede und Klaus Hesse, weisen darauf hin, dass Neckarau, insbesondere Alt-Neckarau, zu den Klima-Hotspots in Mannheim gehört.

 „In der neunstufigen Skala der Stadtklimaanalyse ist Alt-Neckarau der höchsten Stufe zugeordnet. Der Temperaturunterschied zum Niederfeld beträgt in Sommertagen bis zu 4,5 Grad C. Wenn wir der Klimaerwärmung in Ballungsräumen wirksam begegnen wollen,“ betont Klaus Hesse, „dann müssen in Gebieten wie Alt-Neckarau u.a. Flächen entsiegelt, und nicht weitere Flächen versiegelt werden! Der Bauantragsteller durfte jüngst die städtische Grünfläche vor dem Rheingoldcenter zum Parkplatz umwandeln und erheblich versiegeln. Jetzt soll er nach dem Urteil des VG den bereits bestehenden Parkplatz in der Friedrichstraße 13a erweitern und dazu auch geschützte Bäume fällen dürfen. Das geht völlig an den Bedürfnissen unserer Stadt vorbei.“ 

Ina Grißtede betont, dass „die ungezügelte Flächenversiegelung endlich gestoppt werden muss, wenn wir einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele auch konkret vor Ort leisten wollen. Wir brauchen insbesondere in Alt-Neckarau stattdessen Baumpflanzungen zur Schattenbildung und Staubbindung, Teilentsiegelungen, Entkernung der Blockinnenbereiche, Dachbegrünungen, u.v.a.m.“

SPD-Stadtrat Dr. Bernhard Boll erinnert daran, dass in der vom Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) des Gemeinderats im April 2003 beschlossenen Vorlage „Biotopverbundplanung Mannheim Mitte / Mannheim Süd“ steht, dass das Wohngebiet zwischen Friedrichstraße und Wilhelm-Wundt-Straße als Biotopverbund ausgewiesen wurde. „Damit ist ist festzustellen, dass das betroffene Quartier, das zwischen der Friedrichstraße und der Wilhelm-Wundt-Straße liegt, als Bestandteil des Biotop-Verbundes zu betrachten und zu schützen ist.“ 

Alle diese Aussagen und Hinweise in der Beschluss-Vorlage stehen nach Auffassung des SPD-Ortsvereins im diametralen Gegensatz zum Bau eines weiteren Großparkplatzes im Ortskern von Alt-Neckarau. Der gemeinderätliche Beschluss von 2003 zur Biotopsverbundplanung müsse sich auf die bauliche Entwicklung des betroffenen Gebiets auswirken. 

Die Ortsvereinsvorsitzende, Sabine Leber-Hoischen, betont, dass die Friedrichstraße/Rheingoldstraße im Bereich des Neckarauer Marktplatzes der verkehrsreichste Knotenpunkt im Ortskern von Neckarau ist. „Schon jetzt haben Autos, die vom Hof der Friedrichstraße 13 a in die Friedrichstraße fahren wollen, massive Probleme, aus der Ausfahrt zu kommen - bei der Einfahrt ebenso. Hier ist meist ein Rückstau auf den Hauptverkehrsadern die Folge.  An dieser Stelle hat die Friedrichstraße außerdem eine starke Frequenz von Fußgängern und Radfahrern, die durch die auf den Parkplatz fahrenden oder vom Parkplatz kommenden Autos behindert werden. Die Schaffung eines Großparkplatzes würde dort die Verkehrs- und Sicherheitsprobleme massiv verschärfen.“„Statt durch den Bau eines Großparkplatzes zusätzliche Anreize zum Autofahren zu setzen, sollten verantwortungsvolle Bauherren zukunftsfähige Stadtgestaltung voranbringen“, ergänzt Klaus Hesse. 

Ina Grißtede erinnert daran, dass sich im hinteren Gebäudeteil, direkt am Parkplatz, eine Kinderbetreuung des Caritas-Verbands befindet. Es sei „schwer vorstellbar, dass sich direkt vor dem Zugang zur Kinderbetreuungseinrichtung ein häufig befahrener Parkplatz bzw. Parkplatzzugang befindet.“

 
 

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