SPD Neckarau, Almenhof & Niederfeld

Vereine am Weiher wollen investieren

Veröffentlicht am 21.08.2013 in Presseecho

Neckarau: Volkstümlicher Wassersport und Schwimmverein sorgen am Stollenwörthweiher für Badespaß / SPD informiert sich vor Ort

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

"Mit der Saison sind wir bislang recht zufrieden", berichten übereinstimmend Alfred Maron vom Volkstümlichen Wassersport-Verein und Edda Geisler, Vorsitzende des Schwimmvereins Mannheim. Beide Vereine unterhalten am Stollenwörthweiher Freiluftbäder, und in beiden stehen große Investitionen auf der Wunschliste. Sie sind auf die Einnahmen durch die zahlenden Badegäste also angewiesen. Über ihre Aktivitäten und Sorgen informierte sich die SPD Neckarau-Almenhof-Niederfeld mit dem Vorsitzenden Mathias Kohler auf ihrer jährlichen Radtour. Neben zahlreichen Ortsvereins-Mitgliedern radelte auch Stadträtin Marianne Bade mit.

Seit 50 Jahren ist der 101 Jahre alte "Volkstümliche" dem Weiher ansässig. "Mit Schwimmen, Kunstschwimmen, Rudern, Paddeln und Wasserball sind wir ein Mehrsparten-Verein", erklärt der Zweite Vorsitzende Alfred Maron. Nur ein Teil der sportlichen Aktivitäten spielt sich am Stollenwörthweiher ab, der Verein unterhält am Altrhein in Sandhofen noch ein Bootshaus. Rund 500 Mitglieder betreiben in den unterschiedlichen Sparten des "Volkstümlichen" ihren Sport, "davon etwa zwei Drittel Jugendliche", erklärt Maron stolz.

Die gepflegte Anlage findet bei den Besuchern Bewunderung. Anerkennend schauen sie zum Kinderbecken, das auch kleine Rutschmöglichkeiten bietet. Ein Teil des rund 10 000 Quadratmeter großen Areals ist den FKK-Anhängern vorbehalten. "Das sind mit die treuesten Gäste", schmunzelt Maron, "die wollen sich vor allem sonnen."

Das Bad werde, so der stellvertretende Vorsitzende, aus den Einnahmen an der Kasse und kleineren Zuschüssen der Stadt finanziert. Davon müssen auch die geplanten Investitionen von rund 150 000 Euro angespart werden. Reparaturen am Dach der Gaststätte seien notwendig, in diesem Jahr werden sämtliche Fenster an den Gebäuden erneuert. Und immer wieder gilt es, Bäume stutzen zu lassen, damit herabfallende Äste niemanden gefährden. "Das ist eine teure Angelegenheit", stöhnt Alfred Maron.

Davon weiß auch Dieter Wulff ein Lied zu singen, der die Besucher auf dem Areal des Schwimmvereins zusammen mit Edda Geisler begrüßt. Und auch er spricht ein Problem an, das schon sein Nachbar erwähnt hat: die Parkplatzsituation. Besonders ärgerlich seien die Lastwagen, die auf den Zufahrtswegen so abgestellt werden, dass die Parkplätze nicht angefahren werden können. Hinzu komme ein ungeordnetes Parken selbst an Rettungswegen.

Wulff ist am Stollenwörthweiher für die Technik zuständig, und zwar neben seiner Tätigkeit als Betriebsleiter des Hallenbades in Seckenheim, das der Verein in eigener Regie führt. "Die dort drüben haben mehrere Sparten, wir sind aber ein reiner Schwimmverein", erklärt er, "rund 780 Mitglieder haben wir, davon etwa die Hälfte Jugendliche."

Auch bei ihm stehen große Investitionen an. Der beliebte Ponton im See müsse erneuert werden, Kostenpunkt 150 000 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Entsorgung des alten Pontons, "und das ist nicht wenig", setzt Wulff hinzu. Schließlich müsse auch das Dach der Veranstaltungshalle erneuert werden.

Dann aber zeigt er auf eine raffinierte Vorrichtung: Das Wasser der Duschen fließt in eine Zisterne unter der Wiese. Es wird zum Berieseln des Rasens genutzt. Nebenbei lobt er das Wasser im See: "Der reinigt sich selbst, da müssen wir gar nichts machen."

In einer gemütlichen Runde zum Abschluss des Besuchs wird vor allem das Parkproblem ausgiebig diskutiert. Mathias Kohler greift es auf und kündigt einen Antrag im Bezirksbeirat an, "selbstverständlich dann für beide Vereine", ergänzt er. "Da müssen an bestimmten Stellen Pfosten hin, auch wegen der Rettungswege", regt Dieter Wulff an.

Freiluftbäder am Weiher

Zwei Wassersportvereine - Schwimmverein und Volkstümlicher Wassersport - unterhalten Freiluftbäder am Stollenwörthweiher.
Der 1912 gegründete Volkstümlicher Wassersport zählt rund 500 Mitglieder. Neben der Anlage am südlichen Weiherufer hat der Mehrspartenverein ein Bootshaus am Altrhein in Sandhofen.
Der Schwimmverein wurde 1901 gegründet und widmet sich ausschließlich dem Schwimmsport. Er zählt rund 780 Mitglieder. Seit 1956 unterhält er das Freibad am westlichen Ufer des Weihers. Daneben ist er für das Hallenschwimmbad in Seckenheim zuständig.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 21.08.2013

 

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