SPD Neckarau, Almenhof & Niederfeld

 

Mit dem Fahrrad zur Feuerwache und dem Goethe-Institut

Veröffentlicht in Pressemitteilungen


Viele interessante Informationen gab es bei der SPD Sommertour

Sommertour zum Neubaugebiet an der Neckarauer Straße

Seit vielen Jahren führt der SPD-Ortsvereins Neckarau-Almenhof-Niederfeld im August eine Sommertour mit dem Fahrrad durch. In den letzten Jahren ging es beispielsweise zu den Kinderspielplätzen im Stadtbezirk, zu den beiden Schwimmvereinen am Stollenwörthweiher oder zur Baustelle des GKM-Blocks 9. In diesem Jahr war der aktuelle Stand des Gewerbegebiets und des Bildungscampus in der Neckarauer Straße Thema der Sommertour. Trotz des sehr wechselhaften Wetters beteiligten sich zwanzig interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Tour.

An der Baustelle der neuen Feuerwache Mannheim-Mitte erläuterte Bernhard Kunkel, Projektleiter der Feuerwehr für den Neubau, unterstützt von Frau Susanne Schilling, Projektleiterin Architektur im Baukompetenzzentrum der Stadt Mannheim, den aktuellen Stand des Neubaus der Feuerwache, die im Frühjahr des nächsten Jahres bezogen werden kann. Nach der Fertigstellung der neuen Wache laufen alte und neue Feuerwache parallel und es werden nach und nach die Aufgaben in die neue Feuerwache verlegt. Neben der Berufsfeuerwehr werden auch die Freiwilligen Feuerwehren der Innenstadt und aus Neckarau in das Gebäude miteinziehen. Der technische Probebetrieb beginnt in wenigen Wochen. Die offizielle Eröffnung soll am 31. März 2017 erfolgen.

Das neue Gebäude ist so ausgestattet, dass dort auch die integrierte Leitstelle für den Rhein-Neckar-Raum eingerichtet werden kann. Im Moment konkurrieren die Städte Heidelberg und Mannheim um den Standort der integrierten Leitstelle, die ihren Sitz noch in Ladenburg hat. Die Anzahl der Einsätze, die Größe der Bevölkerung und die Anzahl der Industriebetriebe sprechen dafür, diese Leistelle einsatznah und ortskundig in Mannheim einzurichten.

Um schnell zu Einsatzorten auf dem Lindenhof oder in der Innenstadt zu kommen, wurde eine eigene Zufahrtsstraße zur Südtangente eingerichtet, die leider schon von privaten Autofahrern als Schleichweg benutzt wird. Bei Einsätzen in Neckarau oder in anderen südlichen Stadtteilen erfolgt mit Hilfe eines ausgeklügelten Ampelprogramms die Ausfahrt der Rettungsfahrzeuge über die Neckarauer Straße. Autos und Straßenbahnen werden frühzeitig gestoppt, so dass die Rettungsfahrzeuge anfangs kein Sondersignal anschalten müssen.

Falls es zu einem Stromausfall in Mannheim kommen sollte, hat die Feuerwehr ein leistungsstarkes Notstromaggregat. Auf dem neuen Gebäude wird Regenwasser gesammelt und zum Waschen der Löschfahrzeuge verwendet. Und wenn es zum Einsatz kommen sollte: nach wie vor gibt es die Stange zum Herunterrutschen in die Fahrzeughalle, weil dies der schnellste Weg bleibt.

Nachwuchssorgen kennt die Berufsfeuerwehr nicht. Für 30 Ausbildungsplätze gab es 200 Bewerbungen. Früher war die Feuerwehr ein reiner Männerbetrieb. Inzwischen arbeiten dort auch Frauen. Florian Häffner von der Freiwilligen Feuerwehr in Neckarau berichtete, dass seine Abteilung derzeit 50 aktive Mitglieder hat, die sich jedoch über weitere Aktive freuen würde.

Auf die Frage, ob drei Feuerwachen in Mannheim erforderlich sind, erklärte Herr Kunkel, dass ein Gutachten diese Frage untersucht hat und zum Ergebnis gekommen ist, dass drei Wachen in Mannheim weiterhin erforderlich sind. Die Feuerwache Süd auf der Rheinau ist allerdings sanierungsbedürftig.

Nach den ausführlichen Informationen zur neuen Feuerwache machte sich die Fahrradgruppe unter der Leitung von Stadträtin Marianne Bade und dem Ortsvereinsvorsitzenden Mathias Kohler weiter auf den Weg zum Goethe-Institut. Unterwegs erläuterte Oliver Meinhardt - als Stadtplaner zuständig für das Bebauungsplanverfahren zum Bildungs- und Gewerbecampus Neckarauer Straße - die einzelnen Schritte, Planungsänderungen und Abstimmungsprozesse zur Neugestaltung des ehemaligen Vögele-Geländes, das früher völlig versiegelt war und jetzt auch grüne Flächen bekommen soll. Herr Meinhardt wies darauf hin, dass das Studentenwohnheim nur durch Bauriegel des Gebäudes des IB als Schallschutz realisiert werden konnte.

Im neu errichteten Haus des Mannheimer Goethe-Instituts begrüßte Frau Monika Heilmann Stefano, stellvertretende Institutsleiterin die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommertour. Das Goethe-Institut ist vor zwei Jahren von der Steubenstraße in die Neckarauer Straße umgezogen. Die Kursteilnehmer kommen aus aller Welt zum Erlernen der deutschen Sprache, oft um die Zertifizierung für das Studium zu erreichen. Die Aufenthaltsdauer der Studierenden ist mit ein paar Wochen bis drei bis vier Monaten sehr kurz. Eine gute Zusammenarbeit und Kooperation pflegt man mit der unmittelbar benachbarten privaten Hochschule der Wirtschaft für Management (HDWM) die dort im April 2011 den Studienbetrieb aufgenommen hatte.

Viele der Teilnehmer der Sommertour hatten zum ersten Mal das neugestaltete ehemalige Vögele-Gelände in Augenschein nehmen können und man blickt erwartungsvoll auf die weitere Entwicklung eines zukunftsträchtigen neuen Quartiers.

 

 

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