SPD Neckarau, Almenhof & Niederfeld

Freiräume für Grün zwischen Rhein und Neckar

Veröffentlicht am 17.12.2014 in Presseecho

von Sylvia Osthues © Mannheimer Morgen, Mittwoch, 17.12.2014

Neckarau: SPD-Ortsvereine diskutierten mit Vertretern der Stadtverwaltung darüber, wie die geplante BUGA auf die Stadtteile ausstrahlen kann

Die drei SPD-Ortsvereine Neckarau, Lindenhof und Seckenheim befassten sich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Neckarauer Volkshaus mit der spannenden Frage, wie die bereits vorhandene Konzeption "blau_Mannheim_blau" mit der aktuell geplanten Bundesgartenschau 2023 verknüpft werden kann. Die intensive, aber sachliche Diskussion wurde von Prof. Dr. Heidrun Kämper und Dr. Bernhard Boll geleitet.

Zunächst stellten Gerald Schwemmle vom Fachbereich Stadtplanung und Kerstin Ruppenthal, Projektleiterin der Stadtentwicklungsplanung, die Ziele von blau_Mannheim_blau und die Gestaltungsmöglichkeiten der Freiräume an Rhein und Neckar vor. Bereits mit dem 400-jährigen Stadtjubiläum 2007 sei die Leitidee "Stadt an zwei Flüssen" entstanden, berichtete Schwemmle. Dazu wurde im Auftrag der Stadt die Entwicklungskonzeption blau_Mannheim_blau erarbeitet, die sich mit Mannheimer Freiraumpotenzialen am Wasser in Mannheim und darüber hinaus mit den Wasserlagen in der Metropolregion Rhein Neckar beschäftigt.

"Diese erste Konzeption wird nun über eine Masterplanung vertieft", erklärte Ruppenthal. Zu sieben "Lupenräumen" gehörten im Mannheimer Süden das Strandbad und der Schlosspark. So soll beispielsweise der rückwärtige Bereich des Schlossparkes stärker an das Glückstein-Quartier angebunden werden, beispielsweise über eine Aussichtsterrasse.

Besserer Zugang zum Wasser

Beim Strandbad soll der Zugang zum Wasser verbessert werden durch Anlegung einer Achse, so dass schon vom Parkplatz aus das Wasser zu sehen ist. Der Betriebshof und die Müllpresse sollen neu organisiert werden. Im hinteren Teil des Strandbades will die Stadt den Spielbereich verbessern. Hinzu kommt die Sanierung der Promenade. Geplanter Baubeginn sei Anfang nächsten Jahres, so Ruppenthal.

Eine wichtige Planung, so Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH, sei der Grünzug Mannheim Nord-Ost auf den ehemaligen Konversionsflächen. Die Bundesgartenschau ermögliche eine ganz andere Umsetzungschance. Zu der Frage, was nach 2023 bleibt, zählte Schnellbach auf: neue, attraktive Wohngebiete, Freiräume und eine für die Stadt wichtige Frischluftschneise. Doch statt Schaffung von neuem Grün, sollte man das vorhandene Grün erhalten und pflegen, meinten Gartenmeister Bernhard Welker und Johannes Walter von der Bürgerinitiative zum Erhalt des Sportplatzes an der Rheingoldstraße.

Die vorgestellten Pläne riefen bei den Diskussionsteilnehmern "keine Begeisterung" hervor. Was vor allem fehle, sei eine Anbindung des Mannheimer Südens und von Seckenheim an das BUGA-Gelände. "Der Stadtbezirk Neckarau", so Ortsvereinsvorsitzender Mathias Kohler, "könnte beispielsweise vom Waldpark/Strandbad in Richtung Feudenheim bis hin zum geplanten BUGA-Gelände eine Aufwertung durch eine Radwegeverbindung erfahren."

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 17.12.2014

 

Counter

Besucher:1075665
Heute:49
Online:1