SPD Neckarau, Almenhof & Niederfeld

Kommentar: Die wilde Müllhalde auf dem Bahngelände in Neckarau und der Wahlkampf

Veröffentlicht am 19.05.2014 in Wahlen

Am 3. Mai titelte die Lokalzeitung „Bürger klagen über zu viel Dreck.“ Das stimmt. Und es stimmt auch, wenn der Redakteur in seinem Kommentar schreibt, dass der Müll ja nicht vom Himmel fällt.

Stutzig macht jedoch den geneigten Leser, dass drei Wochen vor der Kommunalwahl sich ein Spitzenkandidat der Mannheimer CDU auf dem großen Foto zu diesem Artikel inmitten eines schlimmen Müllberges fotografieren lässt. Ein Schelm ist, wer dabei an Böses denkt…

Zur Kommunalwahl kandidieren SPD, CDU, Grüne, FDP, ML und andere Parteien. Aber der Ortstermin wird zum Wahlkampftermin. Am Ende des Artikels erfährt man dann, dass es sich bei der Müllhalde um ein Privatgelände der Deutschen Bahn AG handelt, das man eigentlich nicht betreten darf und das von einigen Zeitgenossen leider als wilde Müllkippe verschandelt wird. Der CDU-Stadtrat findet diesen „Schandfleck für Mannheim“ „voll peinlich“ und hat das Gefühl er fahre „durch die Dritte Welt“ (?).

Wie heißt eigentlich der für die Deutsche Bahn AG zuständige Fachminister? Alexander Dobrindt (CSU)! An den Parteifreund bzw. dessen Ministerium könnte man sich doch einmal wenden, oder? Gibt es da nicht einen Abgeordneten, der auch im Stadtrat sitzt? Man könnt beispielsweise dafür sorgen, dass das große Stahlschiebetor (siehe Foto) endlich verschlossen wird und trotzdem der Zugang für Rettungsfahrzeige zum Rangierbahnhof möglich bleibt.

Aber die Botschaft ist eine andere: Mannheim hat zu viel Dreck, der Bürger ärgert sich, die Stadtverwaltung macht ihre Hausaufgaben nicht richtig und nur die CDU legt die Finger in die Wunde.

Ach ja: ein paar Tage später erscheint in der CDU-Wahlkampfzeitung mit drei Spitzenkandidaten dieser Partei ein weiteres Foto, das offensichtlich an derselben Stelle geschossen wurde. Das vermüllte Privatgelände an der Kirchhoffstraße scheint eine beliebte wichtige Location für Shootings der CDU zu sein. Dieses Mal steht unter dem Foto „Vermüllung und Kriminalität – zwei Seiten einer Medaille.“

 

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